Hochdruckreiniger

Mit einem Hochdruckreiniger lassen sich neben vielem anderen festsitzender Schmutz, Moos auf Gehwegplatten oder auch Dachrinnen säubern. Das funktioniert, weil das Wasser unter hohen Druck gesetzt und damit seine Reinigungswirkung erhöht wird.

Hochdruckreiniger sind Umweltschützer in Sachen Wasser: Durch einen normalen Wasserschlauch fließt in derselben Zeiteinheit bis zu acht Mal mehr Wasser als durch einen Hochdruckreiniger. Das ist besonders deshalb zu beachten, weil wir für die meisten Reinigungs- Bewässerungsarbeiten im Außenbereich heute immer noch zu oft das viel zu kostbare Trinkwasser verwenden.

Zu den Grundkomponenten aller Hochdruckreiniger gehören Antriebsmotor, Hochdruckpumpe und Sprühlanze. Zum Antrieb werden üblicherweise Elektromotoren mit 23o bzw. 4oo V Leistung verwendet. Einen geringen Anteil am Gesamtmarkt machen die Geräte mit Verbrennungsmotoren aus. Zum Einsatz kommen Zwei- oder Viertaktmotoren in benzin- oder dieselbetriebenen Varianten.

Kaltwasserreiniger heißt, dass das Gerät selbst kein warmes Wasser erzeugt. Zur Verbesserung der Reinigungsleistung kann aber Wasser aus einer Warmwasserleitung zugeführt werden. Die Hersteller geben jeweils an, welche maximale Temperatur das zugeführte Wasser dabei haben darf. Diese Zahlen sollten eingehalten werden, weil sie das Ergebnis umfangreicher eigener Versuche des Herstellers sind. Insbesondere Dichtungen können sonst in Mitleidenschaft gezogen oder sogar völlig zerstört werden.

Die Warmwasser-Hochdruckreiniger haben einen eingebauten Brenner, der mit Heizöl oder elektrischem Strom das kalte Wasser aufheizt. Aufgrund der aufwendigen Konstruktionen und des damit verbundenen hohen Preises haben diese Geräte noch nicht die breiten Käuferschichten finden können, wie das bei den Kaltwassergeräten der Fall ist.

Die Hochdruckpumpe ist sozusagen das Herz eines jeden Hochdruckreinigers. Meistens kommen in ihr Axialpumpen zum Einsatz, die über eine Taumelscheibe drei Kolben hin und herbewegen. Diese Kolben werden Plunger genannt [Englisch für: Tauchkolben, Ventilkolben]. Die drei Kolben sind deshalb notwendig, weil sich Wasser wie alle Flüssigkeiten im Gegensatz zu Gasen nicht zusammendrücken lässt. Die Plunger sorgen nun dafür, dass sich im Wasser trotzdem Druck aufbaut. Bei geöffneter Sprühlanze tritt das Wasser dann unter hohem Druck aus.

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